Déjà-vu
Es ist schon ein paar Jährchen her. Es war auf jeden Fall noch zu der Zeit, als man an "Windows Vista" noch nicht dachte, bzw. noch nicht mal der Codename "Longhorn" existierte, der Standard
X-Server für Linux nannte sich noch X11 und nicht etwa Xorg. Zu diesen Zeiten also starrte ich gebannt, mit Lars zusammen, auf eine Demo-Video aus dem Hause Sun. In diesem Video wurde wohl der erste 3D-Desktop vorgeführt, mit dem Namen "Looking-Glass". Was damals noch sehr beeindruckend aussah, ist heute schon fast Standard.
Fenster und User Interfaces schwebten magisch durch den Raum konnten in 3D gedreht und gewendet werden, auf der Rückseite der Fenster konnte man Notizen schreiben und so weiter.
Wir staunten auf jeden Fall, man hörte gelegentlich noch von frühen Entwicklerversionen diese Java-Desktops, aber das Projekt verschwand so langsam wieder aus den Schlagzeilen.
Derweil konnte der immer moderner werdende X-Server (Xorg) auf Linux und ähnlichen Plattformen schon mit echter Transparenz glänzen. Spätestens mit Compiz wurde ein Tool geschaffen, das tolle 3D-Effekte und anderen grafischen Schnick-Schnack auf den Linux-Desktop brachte. Eine neue Ära des Desktops brach an, alles war plötzlich schattiert, transparent oder wobbelte. Auch ich berichtete begeistert über meine erste Compiz installation (Screenshots, Clips). Inzwischen ist es schon fast schon Normalität geworden, auch beim Mac gibt es inzwischen solche Effekte. Inzwischen kennt man selbst schon die 3D-Effekte der nächsten Windows-Version. Diese Effekte erinnern erstaunlicherweise stark an die des Java-Desktops. Kurz um 3D-Desktops haben ihren Durchbruch.
Als ich kürzlich also bei Golem mal wieder von Looking Glass las, sah ich das es auch dort inzwischen "stabile" Versionen gibt, sogar eine Live-CD. Also mal gezogen, gebrannt und gebootet. Daraufhin die große Enttäuschung, diese Demo-CD machte exakt den gleichen Eindruck wie die Demo in dem Video das ich vor etlichen Jahren sah.
Weder das Interface war inzwischen schöner als damals, weder kamen neue Prgramme oder Features dazu. Das Design also angestaubt, die Usability schlecht. Ohne Tutorial lässt sich das ganze kaum benutzen und selbst dann macht das ganze einen recht unfertigen Eindruck. Somit hat der "erste 3D-Desktop" wohl ausgedient. Er hat schlicht den Anschluss verpasst und ist ins seiner Enstehungzeit (ca. 2003) stehen geblieben. Schade eigentlich. Naja aber neue Ideen wurden somit immerhin gebracht. Naja, inzwischen gibt es ja glücklicherweise genügend Alternativen.
X-Server für Linux nannte sich noch X11 und nicht etwa Xorg. Zu diesen Zeiten also starrte ich gebannt, mit Lars zusammen, auf eine Demo-Video aus dem Hause Sun. In diesem Video wurde wohl der erste 3D-Desktop vorgeführt, mit dem Namen "Looking-Glass". Was damals noch sehr beeindruckend aussah, ist heute schon fast Standard.
Fenster und User Interfaces schwebten magisch durch den Raum konnten in 3D gedreht und gewendet werden, auf der Rückseite der Fenster konnte man Notizen schreiben und so weiter. Wir staunten auf jeden Fall, man hörte gelegentlich noch von frühen Entwicklerversionen diese Java-Desktops, aber das Projekt verschwand so langsam wieder aus den Schlagzeilen.
Derweil konnte der immer moderner werdende X-Server (Xorg) auf Linux und ähnlichen Plattformen schon mit echter Transparenz glänzen. Spätestens mit Compiz wurde ein Tool geschaffen, das tolle 3D-Effekte und anderen grafischen Schnick-Schnack auf den Linux-Desktop brachte. Eine neue Ära des Desktops brach an, alles war plötzlich schattiert, transparent oder wobbelte. Auch ich berichtete begeistert über meine erste Compiz installation (Screenshots, Clips). Inzwischen ist es schon fast schon Normalität geworden, auch beim Mac gibt es inzwischen solche Effekte. Inzwischen kennt man selbst schon die 3D-Effekte der nächsten Windows-Version. Diese Effekte erinnern erstaunlicherweise stark an die des Java-Desktops. Kurz um 3D-Desktops haben ihren Durchbruch.
Als ich kürzlich also bei Golem mal wieder von Looking Glass las, sah ich das es auch dort inzwischen "stabile" Versionen gibt, sogar eine Live-CD. Also mal gezogen, gebrannt und gebootet. Daraufhin die große Enttäuschung, diese Demo-CD machte exakt den gleichen Eindruck wie die Demo in dem Video das ich vor etlichen Jahren sah.
Weder das Interface war inzwischen schöner als damals, weder kamen neue Prgramme oder Features dazu. Das Design also angestaubt, die Usability schlecht. Ohne Tutorial lässt sich das ganze kaum benutzen und selbst dann macht das ganze einen recht unfertigen Eindruck. Somit hat der "erste 3D-Desktop" wohl ausgedient. Er hat schlicht den Anschluss verpasst und ist ins seiner Enstehungzeit (ca. 2003) stehen geblieben. Schade eigentlich. Naja aber neue Ideen wurden somit immerhin gebracht. Naja, inzwischen gibt es ja glücklicherweise genügend Alternativen.


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